Konrad Beikircher mit "Figaros Flehn und Flattern"

am 14. Juni um 20.00 Uhr im Düsseldorfer Schauspielhaus

Mehr als andere spiegeln gerade Opernübersetzungen den Geist ihrer Zeit, aber auch den ständigen Balanceakt zwischen zwei Sprachen, die sich weder inhaltlich noch lautlich decken.

Wie viel heikler nämlich wird das Übersetzen, wenn zur Verschiedenheit zweier Sprachen noch die Vorgaben der Musik kommen. Wenn die Übersetzung keine Silbe länger oder kürzer sein darf, als es die Noten vorschreiben, wenn Rücksicht zu nehmen ist auf helle und dunkle Vokale, auf betonte und unbetonte Silben und für amór nicht Liebé geschrieben werden kann.

Zudem ist das Italienische – die Opernsprache schlechthin – wesentlich vokalreicher und einfacher zu reimen, vor allem aber leichter und schneller zu singen. Vorzüge, die das Deutsche nie aufholen kann.

Mit Figaros Flehn und Flattern - Mozart in den Fängen seiner Übersetzer nach dem gleichnamigen Buch von Ragni Maria Gschwend werden am Beispiel einer einzigen Arie über zweihundert Jahre Übersetzungs- und zugleich Kulturgeschichte lebendig.
Der Kabarettist Konrad Beikircher, bekannt für seine musikalischen Kabinettstücke, präsentiert seinen ganz persönlichen Zugang zu diesem Thema am Beispiel der Arie Non più andrai aus Mozarts Oper Le nozze di Figaro.