Per Højholt - Der Kopf des Poeten

Gedichte, Essays und eine CD

Dichten ist sinnliches Vergnügen, Erkenntnis und Lachen. - Es ist schon bemerkenswert - wie es der Literaturkritiker Michael Braun formulierte - wenn moderne und gar experimentelle Gedichte so etwas wie »Heiterkeit abstrahlen«.

Per Højholt, 1928 im dänischen Esbjerg geboren, Bibliothekar bis 1965, dann bis zu seinem Tod im Jahr 2004 freier Schriftsteller, zählt zusammen mit Inger Christensen zu den innovativsten und bedeutendsten Lyrikern der Moderne in Dänemark und ist dort besonders populär.  Meine wichtigste sprachliche Inspiration ist die Alltagssprache, erklärte er schon 1966. Gleichzeitig beharren seine Gedichte auf ihrer sprachlichen Autonomie: Sie übersetzen keine Stimmungen, sie wollen nicht >etwas sagen<. Sie stellen ihre eigene poetische Realität her.

Die hier vorgelegte Werkauswahl ordnet die Gedichte in drei große Schaffensperioden, die jeweils von einem repräsentativen poetologischen Essay (über Mallarmé, Dichtung und Show, den Gebrauch der Metapher) begleitet werden. Die CD mit historischen Aufnahmen von Højholts oft show-ähnlichen Rezitationen und mit aktuellen Einspielungen (immer auch in der deutschen Übersetzung) rundet das Porträt ab.

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Bibliografische Informationen

  • Herausgegeben und übersetzt von Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard
  • Nachwort von Henning Vangsgaard
  • Buchgestaltung Klaus Detjen
  • 144 Seiten, Leinenband im Schuber, € 23,-
  • ISBN 3-89107-045-4 bzw. 978-3-89107-045-1